Wenn du planst, zu Hause mit dem Training zu beginnen, dich aber nicht zwischen Rudergerät und Heimtrainer entscheiden kannst, bist du hier genau richtig.
Nach vielen Jahren Erfahrung bei der Unterstützung von Kundinnen und Kunden bei der Wahl des richtigen Fitnessgeräts wissen wir genau, welches Gerät sich für welche Fitnessziele am besten eignet. Schauen wir uns die wichtigsten Unterschiede an, damit Sie die beste Lösung für Ihren Trainingsstil und Ihren Alltag finden.
Schnellvergleich: Rudergerät vs. Heimtrainer
| Faktor | Rudergerät | Heimtrainer |
|---|---|---|
| Beanspruchte Muskeln | 86 % der Muskulatur (Ganzkörpertraining) | 40–45 % der Muskulatur (vor allem Unterkörper) |
| Kalorienverbrauch | 400–800 Kalorien pro Stunde | 300–700 Kalorien pro Stunde |
| Gelenkbelastung | Geringe Belastung für alle Gelenke | Geringe Belastung (normales Bike), keine Stoßbelastung (Liegeergometer) |
| Lernkurve | Mittel (Technik ist wichtig) | Gering (intuitive Bewegung) |
| Platzbedarf | Größere Stellfläche, viele Modelle sind klappbar zur Aufbewahrung | In der Regel kleinere Stellfläche, überwiegend stationär |
| Kostenrahmen | 2.500 | 2.000 |
| Trainingsvielfalt | Mäßige Variabilität | Hohe Vielfalt durch unterschiedliche Fahrradtypen |
| Ideal für | Ganzkörper-Conditioning, gelenkschonendes Cardio | Beinkraft, kardiovaskuläre Ausdauer |
Muskeltraining: Ganzkörper- vs. Unterkörper-Fokus
Rudergerät: Ein echtes Ganzkörpertraining
Ein Rudergerät aktiviert nahezu den gesamten Körper und gehört damit zu den effizientesten Cardiogeräten überhaupt.
Wichtigste beanspruchte Muskelgruppen
- Unterkörper: Quadrizeps, hintere Oberschenkel, Gesäßmuskeln, Waden
- Rumpf: Bauchmuskeln, schräge Bauchmuskeln, unterer Rücken
- Oberkörper: Latissimus, Schultern, Trapez, Bizeps und Unterarme
Wie die Bewegung funktioniert
- Beinarbeit (rund 60 % der Kraft): Quadrizeps und Gesäßmuskeln leisten den Großteil der Arbeit
- Oberkörpervor‑/rücklage (rund 20 %): Rumpf‑ und Rückenmuskulatur arbeiten mit
- Armzug (ca. 20 %): Oberkörpermuskulatur beendet den Zug
Warum es effektiv ist
Da Rudern mehrere Muskelgruppen in einer fließenden Bewegung kombiniert, verbessert es Koordination, Haltung und funktionelle Kraft und bietet gleichzeitig ein intensives Herz‑Kreislauf‑Training.
Heimtrainer: Fokus auf das Unterkörpertraining
Heimtrainer trainieren vor allem den Unterkörper und eignen sich daher ideal für alle, die ein unkompliziertes Ausdauertraining oder gezieltes Beintraining suchen.
Wichtigste beanspruchte Muskelgruppen
- Unterkörper: Quadrizeps, hintere Oberschenkel, Gesäß, Waden
- Rumpf: leichte Stabilisierungsarbeit
- Oberkörper: minimale Beteiligung
Tretbewegung
- Abwärtsbewegung: Quadrizeps und Gesäßmuskeln erzeugen die Kraft
- Zugphase nach oben: Oberschenkelrückseite und Waden unterstützen
- Rumpf: stabilisiert die Haltung während der gesamten Einheit
Warum es so beliebt ist
Radfahren ist leicht zu erlernen, gelenkschonend und hervorragend zur Verbesserung der Ausdauer geeignet. Es ist außerdem eine beliebte Wahl für Reha‑Maßnahmen und gelenkschonende Alltagsbewegung.
Muskeltraining: Fazit
Sieger: Rudergerät
Wenn dein Ziel maximale Effizienz und Ganzkörper-Conditioning ist, liegt das Rudergerät vorn. Es beansprucht deutlich mehr Muskelgruppen als ein Heimtrainer und hilft dir so, gleichzeitig Kraft aufzubauen und Kalorien zu verbrennen.
Wenn Ihr Fokus allerdings speziell auf Unterkörpertraining, Rehabilitation oder leicht nachvollziehbaren Cardio-Einheiten liegt, könnte ein Heimtrainer besser zu Ihnen passen.
Verbrannte Kalorien & Potenzial zur Gewichtsabnahme
Kalorienverbrauch auf dem Rudergerät
Dank der Ganzkörperbelastung kann Rudern eine beachtliche Menge an Kalorien verbrennen.
Geschätzter Kalorienverbrauch (Person mit 70 kg / 155 lb)
- Leichte Intensität: 400–450 kcal/Stunde
- Mittlere Intensität: 550–650 kcal/Stunde
- Hohe Intensität: 650–800 kcal/Stunde
Nachbrenneffekt
Hochintensives Rudern kann auch den Kalorienverbrauch nach dem Training erhöhen, den sogenannten „Nachbrenneffekt“ (EPOC). Das bedeutet, dass dein Körper auch nach der Einheit weiterhin zusätzliche Kalorien verbrennt.
Stoffwechselvorteile
Rudern verbindet Kraft- und Ausdauertraining in einer Bewegung und kann so helfen, den Muskelerhalt zu unterstützen, während gleichzeitig die Herz-Kreislauf-Fitness und der gesamte Energieverbrauch verbessert werden.
Erfahren Sie mehr Details über Rudergeräte.
Heimtrainer Kalorienverbrauch
Heimtrainer ermöglichen einen effizienten Kalorienverbrauch, der je nach Fahrradtyp variiert:
Ungefähre Kalorienverbrennung (Person mit 70 kg):
- Leichte Intensität: 300–400 Kalorien/Stunde
- Mittlere Intensität: 450–550 Kalorien/Stunde
- Hohe Intensität: 600–700 Kalorien/Stunde
Varianten von Fahrradtypen:
- Aufrechte Heimtrainer: Mäßiger Kalorienverbrauch
- Spinning-Bikes: Höherer Kalorienverbrauch dank größerer Widerstandsoptionen
- Liege-Ergometer: Etwas geringerer Kalorienverbrauch, dafür bequemer für längere Einheiten
Potenzial für längere Belastung:
Viele Menschen können auf Heimtrainern längere Einheiten absolvieren und so den etwas geringeren Kalorienverbrauch pro Minute im Vergleich zum Rudern ausgleichen.
Abschließende Gedanken
Sowohl Rudergeräte als auch Heimtrainer sind hervorragende Optionen, um zu Hause einen gesünderen, aktiveren Lebensstil aufzubauen. Die beste Wahl hängt letztlich von deinen persönlichen Fitnesszielen, dem verfügbaren Platz, deinen Trainingsvorlieben und deinem Komfortempfinden ab.
Wenn Sie ein Ganzkörpertraining mit hohem Kalorienverbrauch suchen, ist ein Rudergerät eine hervorragende Allround-Option. Wenn Sie lieber gelenkschonendes Cardio mit Fokus auf Ausdauer und Unterkörpertraining bevorzugen, könnte ein Heimtrainer besser zu Ihrem Trainingsalltag passen.
Ganz gleich, wofür Sie sich entscheiden: Konstanz bringt die Ergebnisse – und in ein Gerät zu investieren, das Sie wirklich gerne benutzen, ist oft die klügste Entscheidung.
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